Notfall in der Kleintierpraxis

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Fachbeitrag

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Der Patient ist eine 1 Jahre alte, weibliche Old English Bulldog, regelm. geimpft/entwurmt und kein Auslandsaufenthalt.

Die Hündin kam mit Röcheln und Würgen, sowie dem Versuch, sich mit beiden Pfoten das Maul zu kratzen in unsere Praxis. Sie war im Allgemeinzustand deutlich reduziert und die Schleimhäute wurden bereits bei der ersten Adspektion zusehends blasser. Dem Besitzer war nicht bewusst, was passiert war, er vermutete einen Bienenstich.

Eine Adspektion der Maulhöhle war aufgrund der Kieferkraft der Hündin unmöglich. Die Hündin wurde zusehends schlechter und ging von einer Somnolenz in ein starkes Exaltationsstadium, dann Seitenlage - Venenkatheter, Infusion mit Vollelektrolyt - Lösung, parallel Röntgen. Sofortige Narkoseeinleitung mit Propofol (Dosierung zunächst nach Gewicht, dann nach Wirkung), Vitalwertemonitoring, sowie Exploration der Maulhöhle:

Ca. kinderfaustgrosser zerkauter „Fleischball“ aus Sehnen, Muskelfleisch und Faszien im oberen proximalen Drittel des Oesophagus. Dieser wurde mit einer Fasszange und sanftem (!), kontinuierlichem Zug FK gelöst und herausgezogen. Intubation, Oxygenierung, weiterhin Infusion, Analgesie. 

Extubiert haben wir die Patientin erst ganz, ganz zum Schluss als die Werte wieder (übrigens dann erstaunlich schnell) im Normalbereich lagen.

Nach Hause mit pürierter Schonkost über vier Tage, dann langsames Anfüttern mit dem gewohnten Trockenfutter. Die Situation war anfänglich akut überschaubar, wurde aber in der Praxis innerhalb von Sekunden lebensbedrohlich. Wären die Vitalwerte nicht in Gänze wieder völlig zufriedenstellend gewesen, wäre die Patientin über Nacht stationär gegangen.

Das offensichtlich beginnende Schockgeschehen ist nicht zu unterschätzen und kann seinerseits massive Probleme mit sich ziehen!

Der Patient ist eine 1 Jahre alte, weibliche Old English Bulldog, regelm. geimpft/entwurmt und kein Auslandsaufenthalt.

Die Hündin kam mit Röcheln und Würgen, sowie dem Versuch, sich mit beiden Pfoten das Maul zu kratzen in unsere Praxis. Sie war im Allgemeinzustand deutlich reduziert und die Schleimhäute wurden bereits bei der ersten Adspektion zusehends blasser. Dem Besitzer war nicht bewusst, was passiert war, er vermutete einen Bienenstich.

Eine Adspektion der Maulhö

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Veröffentlicht von

Tierärztliche Praxis am Blankeneser Bahnhof
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